Quartiers-Projekt foot:print in Gröpelingen gestartet: Ein Besuch bei copyPLUS

Energiesparhelfer_bei_copyPLUS

Maria Kroustis ist in Bremen-Gröpelingen bekannt wie ein bunter Hund. Kein Wunder, schließlich betreibt sie seit mehr als 22 Jahren das Geschäft copyPLUS in der Lindenhofstraße. Die gebürtige Griechin ist für viele die erste Anlaufstelle, wenn es um Kopien, Drucke von Urlaubsbildern oder das Binden von Hausarbeiten geht – auch bei Behördenschreiben suchen die Gröpelinger ihren Rat. Heute hat Maria Kroustis Besuch von Marco Schleusener. Der Energiesparhelfer schaut sich die Verbräuche des Einzelhandelsgeschäfts an und zeigt der Inhaberin Möglichkeiten auf, wo sie sparen kann.

Maria Kroustis ist die erste Teilnehmerin des DBU-geförderten Quartiersprojekts foot:print. Um im Bremer Westen den Klimaschutz voran zu bringen und herauszufinden, an welchen Stellen  die Bewohner CO2  sparen können, hat energiekonsens im November 2016 ein neues Projekt gestartet: Insgesamt 100 Fußabdrücke von Unternehmen, Bewohnern und Institutionen sollen in den Stadtteilen Gröpelingen und Walle gesammelt werden. „Mit der Anfrage hat energiekonsens bei mir offene Türen eingerannt“, sagt die Inhaberin. Für Maria Kroustis spielen die Themen Klimaschutz und Energieeffizienz nicht nur privat eine große Rolle, sondern auch in ihrem Geschäft: „Je kleiner der Laden, desto größer ist das Interesse, an kleinen Stellen zu sparen.“ Von dem Besuch des Energiesparhelfers erhofft sie sich Erkenntnisse und Anregungen darüber, wie sie ihre CO2-Bilanz verbessern kann und welche Alternativen es zu ihrer bisherigen Ladenausstattung gibt.

Ihre Drucker und Kopierer hat Maria Kroustis in den vergangenen Jahren bereits nach und nach auf energiefreundliche Geräte umgestellt. Zudem verwendet sie Papier aus nachhaltigem Anbau. „Da gibt es sicher nicht mehr viel zu sparen“, vermutet sie. Verbesserungspotenzial sieht die Inhaberin von copyPLUS hingegen in der Beleuchtung. Kroustis hat bereits angefangen, die Deckenbeleuchtung auf LED umzustellen – für eine vollständige Umstellung fehlt ihr allerdings das Geld. „Die Beleuchtung zu ersetzen, erfordert wenig Investition und bringt am schnellsten Ersparnis“, erklärt Marco Schleusener. Mit der Umstellung auf LED könnte die Unternehmerin 1/3 ihres bisherigen Stromverbrauchs einsparen. Schleusener:

„Eine Umstellung rechnet sich mit jeder Kilowattstunde.“

Eine weitere Schwachstelle vermutet Maria Kroustis im Bereich der Heizungsanlage, die aus dem Jahr 1980 stammt. Nach einem prüfenden Blick stellt Energiesparhelfer Marco Schleusener fest: „Diese Heizung ist absolut nicht mehr Stand der Technik und auch nicht wirklich energieeffizient.“ Er empfiehlt, mit dem Vermieter über eine Erneuerung zu sprechen; hierfür gäbe es derzeit auch viel Fördermittel. Und sollte dies nicht so schnelll gehen, hat der Experte einen einfachen ersten Tipp für die Inhaberin: das Dämmen der Armaturen- und Warmwasserleitungen. Damit lasse sich schnell und einfach Energie und damit bares Geld sparen, wie Schleusener erklärt. Maria Kroustis ist positiv überrascht:

„Dass es vorgefertigte Teile zum Dämmen der Armaturen gibt, wusste ich nicht. Ich bin sehr dankbar für Hinweise, was man alles machen kann.“

Die Beleuchtung austauschen, die Kipp-Steckdosenleisten regelmäßig ausschalten, mit dem Vermieter über die Heizung sprechen oder die Armaturen dämmen – Maria Kroustis hat einige praktische Tipps mit auf den Weg bekommen, um ihren CO2-Fußabdruck zu verringern. In einem Jahr kommt der Energiesparhelfer wieder, um herauszufinden, ob sich die Bemühungen von Maria Kroustis gelohnt und der Fußabdruck sich verringert hat.

„Ein gutes Gefühl – und ich muss künftig weniger bezahlen“, resümiert Maria Kroustis.

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